EINKAUFSWAGEN
Noch keinen Artikel ausgewählt
Boris Pahor
Geboren 1913 in Triest. Kurzstudium der Theologie (Abbruch). Ab 1940 Soldat im Zweiten Weltkrieg, 1944 als slowenischer Widerstandskämpfer verhaftet und in verschiedene deutsche Konzentrationslager deportiert. Nach seiner Befreiung arbeitete er ab 1947 in Triest als Publizist und Schriftsteller, daneben Lehramtsstudium in Padua, von 1955 bis 1975 unterrichtete er Literatur an einem Gymnasium. Von 1966 bis 1990 gab er die literarisch-politische Zeitschrift Zaliv (Der Golf) heraus. Boris Pahor veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungen. Mit dem Roman Nekropolis (2001) erlangte er Weltruhm und stellte sich in eine Reihe mit Primo Levi, Jorge Semprun und Imre Kertesz. Weitere wichtige Werke: Villa am See, Nomaden ohne Oase, Die Verdunkelung, Kampf mit dem Frühling.
Pahor entwickelte seine typisch romaneske Erzählform erst einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Am Beispiel des Schicksals der Triester bzw. Küstenländischen Slowenen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das sind psychologische Romane, die einen gesellschaftlich-politischen Panoramablick auf das alte Europa vermitteln. Pahors Werk ist weiters eine Apologie für unterdrückte Völker und Volksgruppen. In Pahors Romanen kann nachgefühlt werden, wie totalitäre Ideologien Traumata hervorrufen und menschliche Schicksale in die Katastrophe führen. Pahors Werk ist auch ein literarisches Manifest für Menschlichkeit und Liebe.
Pressemappe
Bücher des Autors:
Die Verdunkelung
Geheime Sprachgeschenke
Im Labyrinth
Nomaden ohne Oase
Villa am See
