Edgar Hättich
Der Regen sagt Silben
Gedichte und Prosa
Die Straßenbahn hielt von Zeit zu Zeit
und zwei Menschen fielen heraus
in die Nacht,
manchmal auch drei,
und manchmal nur einer:
Der fiel so klein, wie er war,
auf den nachtkalten Randstein.
Die Schienen aber, die Schienen,
die zogen den warmen Mond durch die Straßen,
Straßen der Nacht, Straßen voll Mond.
Da waren die vielen Fenster
und die Häuser mit glänzenden Augen
sahen zu.
Wenn ich keine Ruhe finde, -
Vielleicht findet die Ruhe mich.
Wie üblich, fing es in der Pubertät an. Nicht so üblich ist es, dass es mich über 65 Jahre hin immer wieder drängt, ein Gedicht zu schreiben, und es wahrscheinlich bis zum Lebensende so weitergehen wird.
So sind die Texte, die ich mit achtzig Lebensjahren zum ersten Mal in Buchform veröffentliche, eine Auslese aus sehr verschiedenen Lebens- und Schreibepochen.
Rezensionhaettich-der-regen-rezension.doc
132 Seiten, 12,5 x 20,5 cm, gebunden