Tamara Griesser-Pečar
Die Stellung der Slowenischen Landesregierung zum Land Kärnten 1918-1920
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der slowenischen Regierung während des Zusammenbruches der Monarchie bis zur Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 in Kärnten. In der Zeit vom 31. Oktober 1918 – dem Zeitpunkt der Bildung der slowenischen Regierung – bis zum südslawischen Angriff auf Kärnten Ende April 1919 war die slowenische Regierung weitgehend autonom, da die Zentralregierung noch zu schwach war. Das Schicksal Kärntens war noch ungewiss, eine Volksabstimmung noch nicht festgelegt. Laibach und Klagenfurt verhandelten direkt. In Klagenfurt bestand eine Außenstelle der slowenischen Regierung, das sogenannte Südslawische Kommissariat.
Der zweite Teil umfasst die Vorbereitungen zur Volksabstimmung am 10. Oktober 1920. Während dieser Zeit befand sich in der Zone A die südslawische Verwaltung. Die Autorin beschreibt die Verhältnisse in der Zone A und die Tatsache, dass nach dem Eintreffen der Interalliierten Abstimmungskommission im Sommer 1920 der Einfluss der slowenischen Regierung empfindlich zurückging.
525 Seiten, broschiert, 14,5 x 20,5 cm, 2010