Florian Thomas Rulitz
Die Tragödie von Bleiburg und Viktring
VERGRIFFEN! ZWEITE AUFLAGE IN ARBEIT!
Die sowohl im österreichischen und als auch im slowenischen Teil Kärntens fast bis Ende Mai 1945 – also rund drei Wochen nach der Kapitulation Hitler-Deutschlands – währenden Kampfhandlungen und Massaker, denen zahlreiche antikommunistische Flüchtlinge aus Jugoslawien zum Opfer fielen, spielen in den Erinnerungskulturen der jungen, selbständigen Staaten Kroatien und Slowenien eine zentrale Rolle. In der sozialistischen-jugoslawischen Erinnerungskultur waren die Ereignisse als „Endkesselschlachten“, „abschließende militärische Operationen“ oder „das große Finale in Kärnten“ bekannt. Der Umstand, dass diese antikommunistischen Flüchtlinge Opfer von Partisanengewalt waren, war bis zum Zerfall Jugoslawiens von offizieller staatlicher Seite stets negiert worden. Ab den 1990er Jahren erscheinen in Kroatien und Slowenien die Tragödien von Bleiburg bzw. Viktring in den jeweiligen nationalen Erinnerungskulturen in einer neuen Perspektive. Mit der vorliegenden Studie hat der Historiker Florian Rulitz einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Klärung der Ereignisse im Mai 1945 geleistet und anhand eines umfangreichen, erstmals systematisch ausgewerteten Quellenmaterials (mit teilweise bisher unbekannten österreichischen Quellen wie etwa den Gendarmerie- und Pfarrchroniken) die Tötungsstätten, Gräber, Gruppengräber und Massengräber der kroatischen und slowenischen Flüchtlinge im südlichsten Bundesland Österreichs dokumentiert.
Zum Autor
Florian Thomas Rulitz, geboren am 1980 in Klagenfurt, besuchte von 1986 bis 1990 die Volksschule in St. Margareten im Rosental, von 1990 bis 1994 die Hauptschule in Ferlach, danach die landwirtschaftliche Fachschule Goldbrunnhof in Völkermarkt (1994-1995) und anschließend die Höhere Technische Bundeslehranstalt Klagenfurt, an der er im Juli 2003 die Reifeprüfung ablegte.
Ab Herbst 2003 Studium der Rechtswissenschaften, Publizistik und Politikwissenschaften sowie Geschichte. Schwerpunktbereiche seines Diplomstudiums bildeten die Alpen Adria Geschichte, Diachrone Sprachwissenschaft, Extremismus und Nationalismusforschung. Im Mai 2008 schloss er das Geschichte-Studium mit der Diplomarbeit ab.
Im Zuge des Dissertationsstudiums erfolgte seine Praxis bezogene filmische Arbeit als historischer Regisseur für seinen wissenschaftlichen Dokumentarfilm „Kroatiens Bleiburg“ und „Sloweniens Viktring“. Im Wintersemester 2010/11 promovierte er im Fachbereich der Zeitgeschichte mit der Dissertation: „Kroatiens Bleiburg“ / „Sloweniens Viktring“ – Partisanengewalt in Kärnten am Beispiel der antikommunistischen Flüchtlinge im Mai 1945.
420 Seiten, gebunden, 17 x 24 cm, Hermagoras Mohorjeva 2011
Rezensionen:
Mehr zum Buch und Nachträge:
Neue historische Erkenntnisse: Pressemappe zum Buch von F.T. Rulitz http://wwwu.edu.uni-klu.ac.at/f1rulitz/Pressemappe_Konferenz.pdf
profil
profil-rulitz-tragoedie.pdf
ORF-Kärnten-Buchpräsentation Mag. Filip/ Dr. Rulitz/Mag. Wehrschütz in Klagenfurt (VIDEO)
http://www.youtube.com/watch?v=pEeNwptgZ9I
Ausführlicher ORF- Beitrag über die wichtigsten Erkentnisse zum Buch:
http://www.youtube.com/watch?v=LHeinr76qjg
Nachtrag: Die umgedeuteten und totgeschwiegenen Opfer der Partisanen im Gemeindegebiet von Köttmannsdorf:
http://wwwu.edu.uni-klu.ac.at/f1rulitz/nachtrag-Partisanendenkmal-K ttmannsdorf.pdf
dezman-Upor-tabujem-titoizma.pdf