Susanne Wright
Eine Ballade von Johannes Brahms
Susanne Friedländer, die Tochter eines jüdischen Vaters und einer katholischen Mutter, wuchs in Wien auf, aber der „Anschluss“ im März 1938 zerstörte die Familie und ihre glückliche Kindheit. Ihr Vater kam nicht wieder von einem Zwangstransport nach Polen im Mai 1942 zurück.
Beinahe ein halbes Jahrhundert später findet sich die Autorin als australische Staatsbürgerin, Ehefrau, Mutter von vier Kindern und Dozentin in der Lehrerausbildung auf einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit wieder.
Sie versucht, das Leben ihrer jüdischen Vorfahren im kaiserlichen Österreich und das tragische Ende in Hitlers Drittem Reich zu verstehen. In Melbourne besucht Susanne das Jüdische Holocaust Museum. Sie befreundet sich mit zahlreichen Überlebenden und lernt ihre traumatische Geschichte kennen.
Das Buch ist lustig und traurig, mit Geschichten, die sich über drei Kontinente erstrecken. Susanne erzählt von Krieg, Befreiung und Auswanderung nach Großbritannien, Neuseeland und Australien. S. Wright beschreibt ihre schmerzvollen Gefühle, als sie langsam mehr über das Schicksal ihres hochmusikalischen Vaters und naher Anverwandter herausfindet.
„Das Buch beeindruckt durch viel Bedrückendes, aber auch gute Milieuschilderungen. Psychologisch spannend, wie die Autorin ihre Berührungsangst überwindet und dann mehr und mehr einsteigt in die Vergangenheit ihrer Familie.“
Prof. Dr. Edgar Hättich
202 Seiten, 13 x 21 cm, gebunden