Boris Pahor
Nomaden ohne Oase
Europa und Afrika 1939-1941. Der 27-jährige Bojan Pertot tritt nach sieben Jahren abiturlos aus dem Priesterseminar aus und wird von der italienischen Armee einberufen. Um den Gewissensbissen und den Vorwürfen seiner Eltern zu entgehen, wählt er bei seiner Einberufung den entferntesten Ort: die italienische Kolonie Libyen. Italien greift kurz darauf in den Zweiten Weltkrieg ein. Pertot will sein Leben neu ordnen und überlebt in der Wüste ohne einen Schuss abfeuern zu müssen. Für Pertot stellt sich die frage der Loyalität gegenüber einem Staat, der ihn als Angehörigen der slowenischen Volksgruppe, mit Füßen tritt.
Ein jugendhaft autobiografischer Roman über den Krieg und die Wüste, das Schicksal von Menschen in einem sinnlosen Krieg für einen der eigenen Bevölkerung gegenüber feindlich gesinnten Staat. Auch eine tiefsinnige Abrechnung mit dem westlichen Kolonialisierungswahnsinn.
Aus dem Slowenischen von Urška P. Černe und Matthias Göritz
438 Seiten, 14 x 21,5 cm, gebunden