Reinhard Kacianka und Johann Strutz (Herausgeber)
Sprachlandschaften
Regionale Literaturwissenschaft im europäischen Kontext
In seiner sublimsten und vielschichtigsten Form findet das sprachliche Wesen des Menschen seinen Ausdruck in der Literatur. Ein Symposion an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat sich die Aufgabe gestellt, Ansätze einer theoretischen Konzeption von mehrsprachiger Literatur im europäischen Rahmen zu formulieren. Ausgangspunkt sind regionale oder multinationale Literaturkomplexe und deren kulturelle Mehrsprachigkeit, wie sie erstmals von Franz Kafka in ihren ästhetischen und sozialen Zusammenhängen beschrieben wurden: Kleine Literaturen, die hier jenseits von starren traditionellen Schemata neu bewertet und in einem transnationalen, dynamischen Kontext erfahrbar werden. So erscheint das sprachliche Wesen des Menschen – wie besonders die essayistischen und literarischen Texte dieses Bandes zeigen – ursächlich verknüpft mit der Mehrsprachigkeit der menschlichen Kultur.
Mit Beiträgen von Petra Hesse (Klagenfurt), Helga Rabenstein (Klagenfurt), Primus-Heinz Kucher (Klagenfurt), Christina Benussi (Triest), Tatjana Rojc (Triest), Milan Rakovec (Zagreb), Helena Perčić (Zadar), Allan James (Klagenfurt), M. Wynn Thomas (Swansea), Angharad Price (Bangor/Wales) und Gabriel Rosenstock (Dublin).
Die Herausgeber – Reinhard Kacianka und Johann Strutz – sind Kultur- und Literaturwissenschaftler am Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
212 Seiten, 14,5 x 21,5 cm, broschiert, 2010