Kärntner Zeitgeschichte auf der Bühne
17.02.2010
So beginnt das jüngste Theaterprojekt von Bernd Liepold-Mosser, der damit einen zu Unrecht nahezu unbekannten Kärntner Klassiker der Vergessenheit entreißen will. Am 60. Todestag des Schriftstellers, der eigentlich Lovro Kuhar hieß und sich den Vulgonamen des Elternhauses als Pseudonym zulegte, hat das Stück "Prežihs Traum" Premiere.“
Bernd Liepold-Mosser lässt Prežih die Stationen seines Lebens durchlaufen, die auch in den Büchern des slowenischen Sozialromanciers zu finden sind. Der Bogen spannt sich von der Kindheit als Keuschler-Sohn, über die Front in Doberdob, die politischen Veränderungen während des ersten Weltkrieges und zur Zeit der Kärntner Volksabstimmung, die vielen Verhaftungen (Prežihov Voranc war in sieben verschiedenen Ländern Europas abwechselnd auf der Flucht und eingesperrt) bis zur Rückkehr nach Koroška, wie die slowenische Region (mit dem Mießtal, das vor 1919 zum Kronland Kärnten gehörte), noch heute heißt. (Uschi Loigge, Kleine Zeitung)
Prežihs Traum: Premiere: 18. 2. in Ravne (dt. Gutenstein). Ab 9. 3. in Villach, im April in Klagenfurt
Lesen sie dazu den Antikriegsroman
Doberdó
(Details im Büchershop)
Bücher dazu:
Lovro Kuhar - Prežihov Voranc
Doberdo
Slowenischer Antikriegsroman
Der Roman Doberdo entstand in einer langen Schaffensperiode, die ein ganzes Jahrzehnt dauerte. Prežih musste den Roman dreimal schreiben, denn zwei Handschriften gingen wegen seiner ständigen Ortswechsel und wegen der polizeilichen Verfolgungen verloren.
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