Boris Pahor: Nominierung für Sacharow-Preis
Das EU-Parlament nominierte den Grand Seigneur der Literatur für den Menschenrechtspreis.
06.10.2011
Im Namen der slowenischen Delegation in der Europäischen Volkspartei präsentierte der EU-Abgeordnete Dr. Milan Zver die Kandidatur des slowenischen Schriftstellers und Kämpfers für freies Denken und Menschenrechte Boris Pahor für den Sacharow-Preis 2011.
Der Sacharow-Preis für freies Denken verleiht das EU-Parlament bereits über 20 Jahre an herausragende Personen, die gegen Untoleranz, Fanatismus und Unterdrückung kämpfen. Die Nominierung Pahors wurde durch Abgeordneten aus 19 EU-Mitgliedsstaaten unterstützt.
EU-Abgeordneter Zver billigt den Preis allen fünf nominierten Kandidaten zu, denn alle hätten einen herausragenden Beitrag für die Menschheit geleistet. Boris Pahor wäre ein hervorragender Kandidat durch sein lebenslanges Engagement für Minderheitenrechte und Minderheitensprachen sowie durch seinen Kampf gegen Totalitärregime und hätte sich dadurch als Mensch auf moralisch hohem Niveau und mit großer Persönlichkeitsintegrität ausgezeichnet.
Bis Ende Oktober 2011 wird die Konferenz der EU-Parlamentspräsidenten die endgültige Wahl aus den nominierten Kandidaten treffen, die feierliche Übergabe findet im Rahmen der Plenarsitzung des EU-Parlaments am 14. Dezember in Strasbourg statt.
Im Hermagoras Verlag sind fünf Übersetzungen aus Pahors Opus erschienen:
Die Verdunkelung, 2009
Villa am See, 2009
Nomaden ohne Oase, 2009
Geheime Sprachgeschenke, 2009
Im Labyrinth, 2009
Bücher dazu:
Boris Pahor
Im Labyrinth
Triest kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Die Verhandlungen der Weltmächte über die neue Grenzziehung zwischen Italien und Jugoslawien sind noch nicht abgeschlossen. Die Slowenen in Triest und der Küstenregion unterstützen die Idee eines Freien Territoriums Triest, um nicht unter die Räder zu kommen.…mehr