08.02.
20.00
Feldkirchen: Satire & Jazz im Amthof
am Dienstag, 8. Februar 2012, 20:00, Kulturforum Amthof, Feldkirchen/Ktn. weiter...
172. Arbeitstagung des StAGN
26.04.2010 19.30
172. Arbeitstagung des StAGN
– des Ständigen Ausschusses für geografische Namen, des höchsten Gremiums für geographische Namen in Deutschland mit Vertretern aus Österreich, Schweiz und Belgien;
Vorsitz: Helge Paulig aus Dresden
Österreichvertreter: Univ.-Prof. Dr. Heinz-Dieter Pohl und Univ.-Prof. Dr. Peter Jordan
UNGEGN – United Nations Group of Experts on Geographical Names -
der Expertengruppe der Vereinten Nationen für geographische Namen, ist eine von 6 permanenten Expertengruppen der Vereinten Nationen, besteht sei 1967 und hat rund 200 Mitglieder aus aller Welt
Vorsitz: Helen Kerfoot aus Kanada
UNGEGN Working Group on Exonyms /WEG) –
der Arbeitsgruppe für Exonyme: eine von 10 Arbeitsgruppen der UNGEGN, 2002 eingerichtet, derzeit 60 Mitglieder,
Co-convenors Milan Orožen Adamič (Slowenien) und Univ.-Prof. Dr. Peter Jordan (Geschäftsführer)
Verhandlungssprache Englisch
am Montag, dem 26.April 2010 um 19.30 Uhr
Vortrag in deutscher Sprache (für alle Interessierte)
Zur Kärntner Namenlandschaft
Referent: Univ.-Prof. Dr. Heinz-Dieter POHL
Moderation: Univ.-Prof. Dr. Peter Jordan
Zum Vortrag: Zur Kärntner Namenlandschaft
Die Kärntner Sprachlandschaft ist eine historisch gewordene. Sie ist das Ergebnis des Einströmens germanischer und slawischer Stämme nach dem Untergang des Weströmischen Reiches in keineswegs menschenleeres Land, was im frühen Mittelalter zu einer sehr heterogenen und polyglotten Bevölkerung geführt hat. Schließlich hat sich zunächst das Alpenslawische oder besser „Karantanische“ (eine frühslowenische Varietät) einerseits und dann das (germanische) Bairische andererseits als Landessprachen durchgesetzt; das Bairische, Teil des deutschen Sprachgebietes (die Baiern selbst sind im Zuge der fränkischen Machtergreifung im alpinen Raum auf Grund einer Ethnogenese aus Germanen, Keltoromanen und einiger Restgruppen hervorgegangen) konnte sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr auf Kosten des Slawischen ausbreiten, während das „Karantanische“ in die slowenische Glottogenese einbezogen wurde und das Slowenische selbst sich nur im Süden des Landes, vornehmlich im Unteren Gail- sowie im Rosen- und Jauntal, behaupten konnte. – Im Vortrag wird ein Querschnitt durch die Kärntner Namenlandschaft mit Beispielen aus den einzelnen Sprachschichten (voreinzelsprachlich bzw. vorrömisch - romanisch - slawisch bzw. slowenisch - bairisch - modernes Deutsch) geboten.
Zum Vortragenden:
Heinz-Dieter POHL
geboren: 6.9.1942 (Wien), seit 1972 an der damaligen Hochschule für Bildungswissenschaften, heute Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, seit 1979 Univ. Prof. für Allgemeine und Diachrone Sprachwissenschaft. Ruhestand seit 1.10.2007, doch weiter in Forschung und Lehre tätig.
Forschungsschwerpunkte: Orts- und Flurnamenforschung, deutsch-slowenischer Sprachkontakt, Dialektologie, Soziolinguistik, Österreichisches Deutsch. Herausgeber der Zeitschrift „Österreichische Namenforschung“.
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